LyondellBasell gab bekannt, dass es sich bei der Hauptsubstanz in dem Leck in seinem Werk in La Porte am Dienstagabend, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen und 30 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, um Essigsäure handelte.
Eisessig ist laut einem Sicherheitsdatenblatt auf der Website des Unternehmens auch unter den Bezeichnungen Essigsäure, Methancarbonsäure und Ethanol bekannt.
Essigsäure ist eine brennbare Flüssigkeit, die bei Kontakt schwere Hautverätzungen und schwere Augenschäden verursachen kann. Außerdem können gefährliche Dämpfe entstehen.
Laut der National Library of Medicine der National Institutes of Health ist Eisessig eine klare Flüssigkeit mit starkem Essiggeruch. Sie ist korrosiv gegenüber Metallen und Geweben und wird bei der Herstellung anderer Chemikalien, als Lebensmittelzusatzstoff und bei der Erdölproduktion verwendet.
Als Lebensmittelzusatzstoff wird Essigsäure von der Weltgesundheitsorganisation als unbedenklicher Aromastoff aufgeführt.
Die National Library of Medicine merkt außerdem an, dass Eisessig häufig als Alternative zu kosmetischen chemischen Peelings verwendet wird, weil er „leicht verfügbar und erschwinglich“ ist. Die Organisation warnt jedoch davor, dass er schädlich sein und chemische Verbrennungen im Gesicht verursachen kann.
Laut LyondellBasell ist Essigsäure eine wichtige Zwischenchemikalie, die bei der Herstellung von Vinylacetatmonomer (VAM), gereinigter Terephthalsäure (PTA), Essigsäureanhydrid, Monochloressigsäure (MCA) und Acetat verwendet wird.
Das Unternehmen gibt an, dass die Konzentrationen von Eisessig in seinen Anlagen für kosmetische, pharmazeutische oder sonstige Anwendungen, die den menschlichen Verzehr betreffen, verboten sind.
Im Sicherheitsdatenblatt von LyondellBasell sind folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen aufgeführt: Die betroffene Person aus dem Gefahrenbereich entfernen und an die frische Luft bringen. Künstliche Beatmung und Sauerstoffzufuhr können erforderlich sein. Bei leichtem Hautkontakt kontaminierte Kleidung entfernen und die Haut gründlich waschen. Bei Augenkontakt die Augen mindestens 15 Minuten lang mit Wasser spülen. In allen Fällen der Exposition ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
In einer Pressekonferenz am späten Dienstag wurden folgende weitere Substanzen genannt, die mit dem tödlichen Vorfall in Verbindung gebracht werden:
Berichte vom Unfallort in La Porte deuteten darauf hin, dass die ausgelaufene Flüssigkeit eingedämmt wurde und keine Evakuierungs- oder Ausgangssperren angeordnet wurden.
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Veröffentlichungsdatum: 04.07.2022