Die Lenzing Gruppe, ein führender Anbieter nachhaltiger Fasern, hat kürzlich eine Kooperationsvereinbarung mit dem italienischen Chemiehersteller CPL Prodotti Chimici und Oneverse, dem Mutterkonzern der renommierten Modemarke Calzedonia, geschlossen. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Umweltbelastung der Textilindustrie. Im Mittelpunkt dieser strategischen Zusammenarbeit steht der Einsatz von Lenzings biobasierter Essigsäure beim Färben von Textilien. Sie bietet damit eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen, auf fossilen Rohstoffen basierenden Chemikalien.
Essigsäure ist eine Schlüsselchemikalie für zahlreiche Industriezweige und wird üblicherweise mit fossilen Brennstoffen hergestellt, was hohe CO₂-Emissionen verursacht. Lenzing hat jedoch ein Bioraffinerieverfahren entwickelt, das biobasierte Essigsäure als Nebenprodukt der Zellstoffproduktion erzeugt. Diese biobasierte Essigsäure weist eine deutlich geringere CO₂-Bilanz auf – mehr als 85 % weniger als herkömmliche Essigsäure. Die Reduzierung der CO₂-Emissionen entspricht Lenzings Engagement für ein nachhaltigeres Kreislaufwirtschaftsmodell und die Verringerung der Umweltauswirkungen seiner Produktionsprozesse.
Die biobasierte Essigsäure von Lenzing wird von Oneverse zum Färben von Textilien eingesetzt und markiert damit einen wichtigen Schritt im Übergang der Textilindustrie zu nachhaltigeren Produktionsmethoden. Essigsäure ist ein Schlüsselbestandteil des Färbeprozesses und dient gleichzeitig als Lösungsmittel und pH-Wert-Regulator. Der Einsatz der biobasierten Essigsäure von Lenzing in der Textilproduktion ist eine innovative Lösung, um den Färbeprozess nachhaltiger zu gestalten und die Abhängigkeit von erdölbasierten Produkten zu verringern.
Elizabeth Stanger, Senior Director für Bioraffinerie und verwandte Produkte bei Lenzing, betonte die Bedeutung dieser Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung nachhaltiger chemischer Anwendungen. „Unsere Bioessigsäure spielt aufgrund ihrer hohen Reinheit und geringen CO₂-Bilanz eine zentrale Rolle in vielen industriellen Prozessen“, so Stanger. „Diese strategische Allianz unterstreicht das Vertrauen der Industrie in unsere Bioraffinerieprodukte, die eine nachhaltigere Alternative zu fossilen Chemikalien darstellen.“
Für Oniverse bietet die Verwendung von Lenzing-Bioessigsäure die Möglichkeit, Nachhaltigkeit in die Kernproduktionsprozesse zu integrieren. Federico Fraboni, Leiter Nachhaltigkeit bei Oniverse, bezeichnete die Partnerschaft als Beispiel dafür, wie Lieferketten zusammenarbeiten können, um einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. „Diese Kooperation ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie verschiedene Branchen gemeinsam ihre Umweltauswirkungen reduzieren können“, so Fraboni. „Sie unterstreicht unser Engagement für eine nachhaltigere Modeindustrie, angefangen bei den von uns verwendeten Materialien.“
Die neue Kooperation ist beispielhaft für die Zukunft der Textilproduktion, in der Chemikalien und Rohstoffe umweltschonend und nachhaltig bereitgestellt werden. Lenzings innovative biobasierte Essigsäure ebnet den Weg für eine sauberere und grünere Zukunft der Textilindustrie und trägt zur breiteren Bewegung hin zu nachhaltiger Produktion in vielen Branchen bei. Durch die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks von Färbeprozessen und anderen industriellen Anwendungen setzen Lenzing, CPL und Oneverse einen wichtigen Präzedenzfall für mehr Nachhaltigkeit in der Chemie- und Textilproduktion.
Marktanalyse Essigsäure: Marktgröße, Anlagenkapazität, Produktion, Betriebseffizienz, Angebot und Nachfrage, Endverbraucherbranchen, Vertriebskanäle, regionale Nachfrage, Marktanteile, Außenhandel, 2015–2035
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Veröffentlichungsdatum: 03.06.2025