Die wirtschaftliche Unsicherheit hat in Asien und Nordamerika zu sinkenden SLES-Preisen geführt, während diese in Europa entgegen dem allgemeinen Trend gestiegen sind.

In der ersten Februarwoche 2025 zeigte der globale SLES-Markt aufgrund von Nachfrageschwankungen und wirtschaftlicher Unsicherheit uneinheitliche Entwicklungen. Die Preise in Asien und Nordamerika sanken, während sie in Europa leicht stiegen.
Anfang Februar 2025 sank der Marktpreis für Natriumlaurylethersulfat (SLES) in China nach einer Stagnationsphase in der Vorwoche. Der Rückgang war hauptsächlich auf gesunkene Produktionskosten zurückzuführen, vor allem auf den gleichzeitigen Preisrückgang beim wichtigen Rohstoff Ethylenoxid. Der Anstieg der Palmölpreise kompensierte diesen Effekt jedoch teilweise. Auf der Nachfrageseite ging der Absatz von Konsumgütern des täglichen Bedarfs (FMCG) aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit und zurückhaltender Konsumausgaben leicht zurück, was die Preisstützung einschränkte. Zusätzlich verstärkte die schwache internationale Nachfrage den Abwärtsdruck. Obwohl der SLES-Verbrauch nachgelassen hat, ist das Angebot weiterhin ausreichend, sodass die Marktstabilität gewährleistet ist.
Chinas verarbeitendes Gewerbe verzeichnete im Januar ebenfalls einen unerwarteten Rückgang, der die allgemeine wirtschaftliche Lage widerspiegelt. Marktteilnehmer führten den Rückgang auf eine Verlangsamung der Industrieproduktion und die Unsicherheit hinsichtlich der US-Handelspolitik zurück. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass ab dem 1. Februar ein zehnprozentiger Zoll auf chinesische Importe in Kraft treten werde, hat Befürchtungen hinsichtlich Exportstörungen ausgelöst, die sich weiter auf die Ausfuhr von Chemikalien, darunter auch SLES, auswirken würden.
Auch in Nordamerika sanken die SLES-Marktpreise leicht und setzten damit den Trend der Vorwoche fort. Der Rückgang war hauptsächlich auf niedrigere Ethylenoxidpreise zurückzuführen, die die Produktionskosten senkten und den Marktwert drückten. Gleichzeitig verlangsamte sich die heimische Produktion leicht, da Händler aufgrund neuer Zölle auf chinesische Importe nach kostengünstigeren Alternativen suchten.
Trotz der Preissenkungen blieb die Nachfrage in der Region relativ stabil. Die Körperpflege- und Tensidindustrie sind die Hauptabnehmer von SLES, und ihr Verbrauch blieb konstant. Allerdings hat sich die Kaufstrategie des Marktes aufgrund schwacher Einzelhandelszahlen vorsichtiger entwickelt. Der nationale Einzelhandelsverband (NRF) meldete für Januar einen Rückgang der Kernumsätze im Einzelhandel um 0,9 % gegenüber dem Vormonat. Dies spiegelt die schwache Verbrauchernachfrage wider und dürfte sich auf die Umsätze im Bereich Haushalts- und Körperpflege auswirken.
Der europäische SLES-Markt blieb in der ersten Woche stabil, doch die Preise begannen im Laufe des Monats zu steigen. Trotz des Rückgangs der Ethylenoxidpreise blieben die Auswirkungen auf SLES aufgrund ausgeglichener Marktbedingungen begrenzt. Angebotsengpässe bestehen weiterhin, insbesondere aufgrund der strategischen Produktionskürzungen von BASF angesichts steigender Energiepreise und wirtschaftlicher Unsicherheit, was zu höheren SLES-Kosten geführt hat.
Auf der Nachfrageseite bleibt die Kaufaktivität auf dem europäischen Markt stabil. Für die Bereiche Konsumgüter des täglichen Bedarfs und Einzelhandel wird 2025 ein moderates Umsatzwachstum erwartet, doch das schwache Verbrauchervertrauen und potenzielle externe Schocks könnten die Nachfrage in nachgelagerten Bereichen belasten.
Laut ChemAnalyst dürften die Preise für Natriumlaurylethersulfat (SLES) in den kommenden Tagen weiter sinken, vor allem aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit, die die Marktstimmung weiterhin belastet. Die derzeitigen makroökonomischen Bedenken haben zu zurückhaltenden Konsumausgaben und einer geringeren Industrieproduktion geführt und damit die Gesamtnachfrage nach SLES eingeschränkt. Darüber hinaus erwarten Marktteilnehmer, dass die Kaufaktivität kurzfristig verhalten bleibt, da die Endverbraucher angesichts volatiler Inputkosten und eines schwächeren Verbrauchs in nachgelagerten Branchen eine abwartende Haltung einnehmen.
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Veröffentlichungsdatum: 24. Juni 2025